Thesen

  1. Unsere europäischen Werte sind:
    Menschenwürde, die Menschenrechte und ökologische Verantwortung
  2. Unser Wirtschaftssystem fußt auf dem Sozialdarwinismus, der unbewiesenen Annahme, dass Konkurrenz und Egoismus bzw. Habgier dem Gemeinwohl dienen
  3. Die Evolutionsbiologie hat herausgefunden, dass der Mensch v.a. durch Kooperation erfolgreich war
  4. Außerdem wohnt dem Menschen (und andere Primaten) ein Drang nach Fairness und Gerechtigkeit inne, um dessentwillen er bereit ist, auf eigene Vorteile zu verzichten (Spieltheorie)
  5. Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass gelingende, wertschätzende Beziehungen, Sinn (einen sinnvollen Beitrag zum Ganzen zu leisten) und Kreativität mehr zum Glück beitragen als viel Geld und Besitz.
  6. Konkurrenz (in der derzeitigen Form), Egoismus und Habgier als innewohnende Werte des Wirtschaftssystems führen zu (weiteren) Finanzkrisen, zur Ausbeutung der Natur (Umweltzerstörung) und des Menschen durch den Menschen (wachsende Ungleichheit / Konzentration von Geld und Macht in den Händen von immer weniger Menschen ).
  7. Wir rufen Politiker aller Parteien auf, diese Wahrheiten dem Volk zu vermitteln und nicht länger vorzuenthalten.
  8. Wir müssen unser Wirtschaftssystem unseren verfassten gemeinsamen Werten anpassen, weil sonst die Bemühung einiger weniger Unternehmer um CSR (Corporate Sozial Responsibility) (soziale und ökologische Verantwortung) nicht erfolgreich sein kann.
  9. Diese Anpassung kann geschehen, indem ein positiver Anreiz gesetzt wird und gemeinwohlorientierte Betriebe Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
  10. Die Gemeinwohlorientierung kann am besten durch die Gemeinwohlbilanz ermittelt werden
  11. Die Gemeinwohlbewegung wirbt für dieses Programm, um die rechtlichen Grundlagen für ein gerechteres und ökologischeres Wirtschaftssystem zum Wohl aller zu schaffen.

Autor: Thomas Frister – bitte Änderungswünsche und Kommentare an mich schicken!